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Erfahrungen mit meinem Carlsson C55 K (SLK 55 AMG Kompressor)

  1. Anmeldung, Steuer usw?
  2. Wieviel Benzin verbraucht der Carlsson C55 K?
  3. Wie gut bringt er die Kraft auf die Straße?
  4. Wie lange halten die Reifen?
  5. Technische Probleme und Wartungslogbuch?
  6. Variodach Steuermodul?
  7. IPOD?
  8. Sperrdifferential
  9. Besonderheiten bei der Wartung des Carlsson C55 K
  10. Die Keilrippenriemen-Saga
  11. AMG Schaltwippen
  12. Panne am 14. Dezember 2006; km Stand 19800

Anmeldung, Steuer, usw?

Trotz Leistungssteigerung kostet der Carlsson nicht mehr Versicherung als ein Serienfahrzeug. Er ist sogar in etwas niedrigere Versicherungsklassen eingestuft, als z.B. ein BMW M3. Die Haftplichtversicherung ist daher billiger. Die Vollkasko ist jedoch teurer, da sie sich am Kaufpreis des Wagens orientiert.

Hier sind die entsprechenden Versicherungsklassen die bei meinem Auto eingetragen sind: Haftpflicht Typklasse 19, Kasko Typklasse 31

An KFZ-Steuer fallen 371 € pro Jahr an.

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Wieviel Benzin verbraucht er im Alltagsgebrauch?

Bei so einem Auto kann man den Verbrauch natürlich stark durch die Fahrweise beeinflussen. Praktisch gesprochen, bewegt sich der Verbrauch bei mir zwischen 13.5 l/100 km (Langstrecke mit gemischtem Tempo) und 19 l/100 km. Letzteren Wert erreicht man auf unbeschränkten Autobahnen oder Kurzstrecken mit viel Beschleunigen und Abbremsen. Im Schnitt liege ich so um die 16 l/100 km. Übrigens braucht der Kompressormotor mindestens 98 Oktan, da die Original-Verdichtung nicht reduziert wurde. Durch die Aufladung mit ca 0.6 bar, ist die effektive Verdichtung höher als bem Serienfahrzeug - daher wäre Euro-Super keine gute Idee.

Die serienmäßige Benzinverbrauchsanzeige ist durch den Einbau von Einspritzventilen mit größerem Durchsatz verwirrt und zeigt zu niedrige Werte an. Die Stunde der Wahrheit schlägt, wenn der Tank leer ist und man den Verbrauch über gefahrene km und getankte Benzinmenge nachrechnet. Um den tatsächlichen Verbrauch zu erhalten, muß man die Spritverbrauchsanzeige mit ca. 1.4 multiplizieren. Die Tankfüllstandsanzeige ist von diesem Effekt nicht betroffen.

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Wie gut bringt er die Kraft auf die Straße?

Die schnellste Art den Carlsson zu bewegen, ist oft NICHT Vollgas. Zum Beispiel bei schnellen Spurwechseln mit deutlichen Lastwechseln (z.B. beim Überholen auf eine Bergstrasse), oder auf feuchten Straßen, wird oft das ESP bemüht, was dann den Vortrieb reduziert. Da ist es besser, den Wagen mit Feingefühl an das Traktionslimit zu bringen.

Es kann vorkommen, daß das ESP auch bei Tempo 120 km/h eingreift, wenn man auf einer Straße beschleunigt, auf der etwas Sand/Staub liegt. Das passiert z.B. im Bereich des Mittelstreifens von breiten Landstraßen.

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Wie lange halten die Reifen?

Update: Nach einer Ausfahrt ins Trentino mit Haarnadelkurven bis zum Abwinken, sind die Hinterreifen jetzt bei 14,000 km in der Mitte auf dem Indikator. Außen wäre noch Profil vorhanden, aber durch den höheren Reifendruck fahren die Hinterreifen sich innen deutlich schneller ab als außen. 

Als ich neue Reifen bestellt habe, wurde mir mitgeteilt, daß Dunlop den Sportmaxx in 255/35/18 aus dem Programm genommen hat und in dieser Dimension jetzt nur noch den XL mit Y-Klassifizierung (300 km/h) herstellen wird. Für den XL gibt Dunlop aber keine Freigabe mehr für 310 km/h. Ich habe noch einen Satz der alten Variante bekommen, muß aber das nächste mal dann alle 4 Reifen auf ein anderes Produkt umstellen. Hoffentlich nützen sich die Vorderreifen mit den Hinterreifen synchron ab, sodaß sie etwa zur gleichen Zeit fällig werden. Die Vorderreifen werden wohl leicht doppelt so lange halten wie die Hinterreifen......

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Technische Probleme  und Wartungslogbuch?

April 2006: Am Anfang trat nach ein paar 100 km ein Fehler in der Motorsteuerelektronik auf (gelbe Motorwarnleuchte). Mercedes war da keine Hilfe, die hatten mit dem Carlsson ziemlich deutliche Berührungsängste und haben das Problem an Carlsson in Merzig weitergereicht. Carlsson andererseits hat sich fantastisch darum gekümmert, den Wagen bei mir abgeholt (ich bekam einen Ersatzwagen), den Fehler in der Werkstatt und bei Testfahrten diagnostiziert und sind ca 1000 km damit gefahren um der Sache wirklich auf den Grund zu gehen. Trotzdem hat es 2 Trips zu Carlsson gebraucht (für das Auto, nicht für mich), bis das Problem wirklich beseitigt war. Am Ende war es ein Wackelkontakt oder Platinenriß in einem Steuergerät. Seit 10,000 km läuft er jetzt völlig problemlos. Das alles hat mich nichts gekostet.

August 2006: Seit neuestem (km Stand 11,000, Anfang August 2006)  tritt ein Klappern im Faltdach auf, im geschlossenen Zustand. Das ist ein bekanntes SLK Problem und hat mit dem Umbau nichts zu tun. Mal sehen, ob ich die Stelle selber finde. Falls nicht, geht er mal gelegentlich zu einem Besuch in die Werkstatt (auch Garantie).

September 2006: km-Stand 14,000. Seit der Trentino-Tour macht das Auto seltsame Geräusche (ein Schleifen), wenn man im Stand lenkt. Die werden immer stärker. Beim Fahren fällt nichts auf. Jetzt ist er gerade bei Mercedes zur Reparatur. Erste Vermutung: Eine lose oder kaputte Riemenscheibe, die bei Belastung durch die Servolenkung Geräusche macht. Forstsetzung folgt!

 

16. September 2006: Habe den Wagen gerade zurückbekommen. Mercedes hat den Wackelkontakt beim Ipod beseitigt (Kabelbruch, Garantie), das Klappern im Dach auch beseitigt (mal sehen ob es wirklich weg ist) und die Fahrertürscheibe eingestellt (der Fenstergummi wurde beim Schließen der Türe umgeknickt).

Das größte Problem war allerdings der Keilriemen, siehe unten im entsprechenden Abschnitt (Die Keilrippenriemen-Saga)

 

8. Oktober 2006: Dieses Wochenende war einiges los. Endlich hatte ich die richtigen Radschrauben bekommen und daher ging es auch gleich zu meinem Reifenhändler, wo die SL Felgen endlich montiert wurden. Die alten Vorderreifen in 225/40/18 habe ich gelassen, allerdings links und rechts gewechselt, da sich die Vorderreifen tendenziell innen schneller abfahren. Hinten habe ich jetzt 255/35/18 auf 9.5J Felgen. Sieht wesentlich besser aus, die Einpresstiefe ist ideal - die Felgen schließen ziemlich bündig mit den Kotflügeln außen ab ohne daß irgendetwas streift. Gefällt mir sehr gut! Das Fahren ist etwas anderes - die Fahreigenschaften mit den neuen Reifen waren am Anfang ziemlich schwammig, alle 4 müssen ja neu eingefahren werden. Bin dann gleich ca 500 km damit gefahren, und auf dem Heimweg ging es dann schon wieder super!

Gestern (7. Oktober) mußte ich auch zu Carglass, nachdem ich mir 2 Tage vorher auf der Autobahn einen kleinen Steinschlagschaden auf der Windschutzscheibe eingefangen hatte. Nach dem Besuch bei Carglass sollte das aber stabilisiert sein. Mal sehen.

Habe jetzt 16,600 km und habe den Motor heute noch einmal inspiziert. Dabei ist mir aufgefallen, dass der (neue) Riemen scheinbar an einem Sensor streift (siehe Foto). Riemen und Sensor  Der Metallhalter im Bild war ganz schwarz von Gummiabrieb und der Sensor abgeschliffen (das Foto habe ich nach Reinigung gemacht). Ich habe den Sensor etwas verdreht, damit er mehr Sicherheitsabstand zum Riemen hat. Ich muß mir aber einen Satz Außen-Torx Schlüssel zulegen.........

Habe auch den Motorölstand geprüft. Seit ca 7000 km kein Öl nachgefüllt und er zeigt immer noch Ölstand in Ordnung. Schön...........

Habe auch Winterreifen bestellt, die ich auf die Originalfelgen aufziehen möchte. Daher suche ich auch Reifen in Originaldimension 225/40/18 und 245/35/18 - da bin ich nur bei Pirelli fündig geworden (Pirelli Sottozero) und leider nur mit Zulassung bis 240 km/h.

 

15. Oktober 2006: In der letzten Woche habe ich mir einen Riß auf der Unterseite des vorderen Stoßfängers reparieren lassen - Mercedes hat mit Glasmatte und Epoxy-Harz alles wieder zusammengeklebt (Kosten: 225 Euro). Nachdem der Riß ja noch auf der Unterseite war und noch nicht von vorne sichtbar ist, ist damit alles geregelt. Ich fürchte fast, das war nicht das letzte mal.........

Beim Sensor, an dem der Keilriemen einmal anfuhr, ist keinerlei Abrieb zu sehen. Entweder ist der Schaden, den ich letzte Woche bemerkte, schon vor längerer Zeit passiert (als der Riemen locker war), oder das Verdrehen des Sensors hat gereicht.

Die von Carglas reparierte Scheibe hält auch bis jetzt.

Das Dach klappert stark - Mercedes hat wohl was daran gemacht und es ist jetzt schlimmer denn je. Das ist beim nächsten Werkstattaufenthalt wieder dran!

 

2. Dezember 2006: Habe gerade das Auto mit neuen AMG Schaltwippen von Mercedes zurückbekommen. Sieht super aus und funktioniert wesentlich besser als die originalen 'Spielzeugknöpfe'. Siehe weiter unten.

Mercedes hat auch einen Superjob mit dem Dach gemacht. Das Klappern ist praktisch vollständig weg. Allerdings hat man mir auch gleich gesagt, das käme wieder und müsse wohl regelmäßig eingestellt werden. Hmm...............

Die bei Pirelli bestellten Winterreifen sind nie gekommen. Daher habe ich auf ContiWinterContact TS810 Sport umdisponiert. Die gab es kurzfristig, allerdings für hinten nur in 255/35/18. Ich fahre jetzt daher Sommer und Winter die gleichen Reifendimensionen. Im Sommer auf den SL Felgen, im Winter verwende ich die Original-Felgen. Natürlich sind die Winterreifen schwammiger. Gott sei Dank hat der SLK die Möglichkeit über das Bordinstrument eine Höchstgeschwindigkeit einzustellen. Das nutze ich auch mit Grenzwert 240 km/h, denn auf 240 kommt man schnell und müßte bei Winterreifen dauernd aufpassen wie ein Luchs. Praktisch, dieses Winterreifenlimit!

 

14. Dezember 2006: Auto geht nicht mehr und muß mit defekter Drosselklappe abgeschleppt werden. Für Details siehe hier: Drosselklappe

 

27. Dezember 2006: Mit km-Stand 20300 muß er zum ersten mal zum Routine Service (Inspektion A). Alleine das Öl kostet 124 € plus MWST! Etwas mehr Aufwand als beim Serienfahrzeug, da auch der Keilriemen inspiziert und nachgespannt werden muß. Summa summarum beläuft sich der 'Schaden' auf 455 €. Jetzt steht die Wartungsanzeige auf 15000 km bis zur nächsten Inspektion.

 

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Variodach Steuermodul?

Ich habe mir auch, wie viele, ein Comfortmodul für das Variodach nachträglich eingebaut. Auf meinem steht Piecha drauf, es ist aber ursprünglich von M-Speed. Jetzt kann ich das Dach bis zu 50 km/h auch im Fahren bedienen, muß mit dem Finger nicht auf dem Schalter bleiben während es in Bewegung ist. Es auch über die normale Schlüsselfernbedienung steuern (durch 3-faches Drücken auf Öffnen bzw. Schließen).

Den Einbau habe ich selbst gemacht (alles ist steckbar), und das hat mich in aller Ruhe 45 Minuten gekostet. Bin super-zufrieden und kann das jedem empfehlen. Mehr Details inkl. Information über verschiedene Anbieter solcher Module gibt es unter www. MBSLK.de (im Forum)

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IPOD?

Ich habe mir auch das IPOD Interface Modul von Mercedes einbauen lassen. Damit wird der IPOD dann ins Bordunterhaltungssystem integriert, das heißt, man kann ihn über die Lenkradtasten bedienen und sieht den gespielten Song/Interpreten oder Playlist im Zentraldisplay zwischen Tourenzähler und Tachometer. Eine Supersache, wenn sie nicht einen Bocksfuß hätte: Bei mir gibt es im Bereich des IPOD-Kabels einen Wackelkontakt. Ich vermute es ist die Steckverbindung zwischen IPOD und dem Bordsystem, das heißt, möglicherweise hat es nichts mit dem Mercedes System zu tun, sondern mit dem Steckkontakt zum IPOD. Die Folge ist, daß mir manchmal der rechte Stereokanal ausfällt. Dann muß ich das Handschuhfach aufmachen, mal kurz am Kabel wackeln, und dann geht es wieder.

Update im September 2006: Nach einem Besuch bei Mercedes wegen anderen Dingen, hat man dort auch einen Kabelbruch im IPOD Kabel gefunden und es auf Garantie ausgetauscht.  Seither funktionert es einwandfrei!    :-)

PS: Der Spaß ist teuer. Erst dachte ich, es wäre mit dem Kit für 175 € getan. Am Ende waren es aber ca. 440 € inkl MWSt!! Ob es einem das wert ist, muß ich jedem selbst überlassen. Allerdings: Warum sollte noch jemand einen CD Wechsler kaufen, wenn man ums gleiche Geld 150 CDs auf dem IPOD haben kann und dabei das Handschuhfach nicht aufgeben muß?

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Sperrdifferential?

Im Gegensatz zu anderen Mercedes Modellen, wie z.B. den SL, gibt es bei AMG auch für gutes Geld kein Sperrdifferenzial für den SLK zu kaufen. Als Grund wird der kurze Radstand angegeben. Wenn man also schnell in eine Kurve fährt, nimmt der Anpressdruck des inneren Rades ab, man verliert dort Traktion und das ESP regelt das Gas zurück. Wenn man ein Auto sportlich bewegen will, ist daher ein Sperrdifferential mehr als empfehlenswert. Carlsson produziert ein solches für den SLK, indem es den Originalsperrkörper aus dem Seriendifferential gegen einen maßangefertigten mechanischen Sperrkörper austauscht (siehe die entsprechenden Fotos auf diesem website). Dadurch, daß es sich hier um maßgefertigte Einzelstücke handelt, ist das nicht wirklich billig - und dauert mindestens 4 Wochen. Zuerst muß nämlich das Originaldifferential auseinandergeschraubt werden, die Anschlußflansche vermessen und dann kann der neue Sperrkörper erst - auf Maß eben - angefertigt werden. Scheinbar sind nicht alle Mercedes Differentiale gleich.

Beim Fahren merkt man die Sperre sehr deutlich. Sie sperrt nur bei Vortrieb - also nicht wenn man vom Gas geht, oder rückwärts fährt. Beim Kurvenfahren merkt man sie deutlich, wenn man z.B. am Kurveneingang ohne Gas einlenkt und am Scheitelpunkt aufs Gas steigt, dann sperrt das Differential und versucht das Auto geradeaus zu schieben. Man muß also einen Tick mehr einschlagen, um mit dem gleichen Kurvenradius weiterzufahren. Es kommt auch nie vor, daß ein Rad alleine durchdreht. Verliert ein Rad die Haftung, wird die gesamte Kraft auf das andere Rad umgeleitet und kann daher auch vom Drehmoment des Motors überlastet sein. Dann riskiert man daß beide Räder durchdrehen, man alle Haftung verliert und das Heck ziemlich schnell ausbricht. Ist man darauf vorbereitet, macht das unheimlich Spaß und kann dazu verwendet werden in Kurven einzulenken, bzw. das Auto quer zu stellen. Wenn man nicht damit rechnet, ist es klasse, ESP zu haben........

Auf engen Bergstraßen ist die Sperre ein Traum - was habe ich mich im Trentino damit amüsiert! Im Vergleich mit anderen SLKs (wir fuhren im Pulk), wurde es sehr deutlich, daß man damit wesentlich flüssiger um enge Kurven herumkommt. Das ESP läßt ein gesundes Maß an Schlupf zu und man driftet locker ums Eck um nachher mit wesentlich mehr Schwung herauszubeschleunigen als das Serienfahrzeug.

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Besonderheiten bei der Wartung des Carlsson C55 K?

Generell ist der Carlsson C55 K genau so zu warten wie das Serienfahrzeug. Auch die Wartungsintervalle bleiben unverändert, das heißt, man orientiert sich an der Wartungsanzeige im zentralen Display. So werden z.B. die Original-Zündkerzen verwendet, genauso wie der Original-Ölfilter. Die unten angeführten Punkte sind die einzigen, wo man durch den Umbau auf ein paar Kleinigkeiten achten muß, die sonst nicht im Wartungshandbuch aufscheinen.

Intercoolerkreislauf: Von Zeit zu Zeit soll man den Kühlflüssigkeitsstand und die Funktion der elektrischen Umlaufpumpen prüfen. Das geschieht im kalten Zustand und bei stehendem Motor, aber eingeschalteter Zündung. Dabei überprüft man auch gleich die Elektro-Kupplung des Kompressors mit.

Keilriemen: Der Keilriemen ist länger als das Original und die Riemenführung ist verändert. Da vorne im Motorraum kein Platz mehr ist, konnte Carlsson im SLK den Kompressor nicht mit einem eigenen Riemen antreiben. Da auch kein breiterer Riemen Platz hat, ist ein Riemen mit derselben Breite wie der Originalriemen im Einsatz - nur daß er neben den Motornebenaggregaten jetzt auch noch den Kompressor antreiben muß. Der ist also sehr belastet und sollte regelmäßig gecheckt werden. Er soll auch ca alle 15,000 km gewechselt werden. Ich habe einen Ersatzriemen immer im Auto. Sollte er einmal reißen, kann mir z.B. der Mercedes Notdienst den neuen Riemen einbauen und ich komme heim........ Achtung: Siehe Sektion Keilrippenriemen-Saga für mehr dazu!

Sportluftfilter: Die Originalfilter sind durch Sportfilter derselben Dimension (von JR), aber mit geringerem Luftwiderstand, ersetzt worden. Diese sollten alle 10,000 km oder so überprüft und gereinigt werden. Carlsson liefert einen Reinigungskit mit dem Auto mit aus.

Kaltluftgebläse: Das serienmäßige Kaltstartgebläse wird beim Umbau entfernt. Der Kompressor übernimmt dessen Funktion beim Kaltstart. Das muß bei der ASU berücksichtigt werden - das Diagnosesystem merkt, daß ihm da etwas fehlt, das ist aber so gewollt.

 

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Die Keilrippenriemen-Saga?

Scheinbar hat Carlsson wegen der zusätzlichen Belastung des Poly-V Riemens durch den Kompressorantrieb, den serienmäßigen Riemenspanner blockiert und durch eine manuelle Einstellung mit Spannschloß ersetzt (siehe Bild). Der Riemen hatte sich nach ca. 12,000 km soweit gestreckt, daß er nicht mehr passte: Der Riemen fing an auf den Riemenscheiben hin und her zu laufen, er lief an manchen Stellen am Motor an, begann Geräusche zu machen und nutzte sich an den Seiten ab.  Über kurz oder lang wäre er vermutlich gerissen. Kurz: Er mußte Mitte September 2006 dringend gewechselt werden. 

Dies ist das erste mal, daß ich von Carlsson enttäuscht bin. Erstens wäre die richtige und alltagstaugliche Lösung ein verstärkter federbelasteter Riemenspanner gewesen. Zweitens, falls das aus irgendeinem Grund wirklich nicht machbar ist, hätte ich und mein Mercedes-Händler zumindest über diesen Sachverhalt informiert werden müssen. Jetzt, da ich darüber Bescheid weiß, kann ich ja alle 5000 km oder so den Riemen nachspannen. Zur Illustration hier ein Bild der von Carlsson verbauten Spanneinrichtung. 

Übrigens: Der Einbau des Riemens ist ziemlich aufwendig. Man muß den Kühlwasserschlauch ausbauen, den Venilator nach oben ziehen und so weiter. Die neue Führung der Ölleitungen zum Ölkühler ist dabei auch im Weg. Insgesamt ist es eine beträchtliche Operation und nicht ohne weiteres am Straßenrand machbar. Auch so bin ich froh, daß ich bereits einen Ersatzriemen im Auto hatte.

Update 8. Oktober 2006: Bei einem Kollegen ist der Riemen nach insgesamt 4000 km gerissen. Gut, es ist beim Sportfahrertraining auf dem Nürburgring passiert, aber die Angelegenheit mit dem Keilriemen geht so nicht auf Dauer. Man könnte sagen: Das Teil lebt 4,000 km bei forciertem Einsatz und max 15,000 bei normalem Straßeneinsatz. Diese Lebensdauer muß erhöht weren, mindestens um den Faktor 3, besser um den Faktor 5. Meine erste Idee war es den Keilriemen um mindestens 10 mm zu verbreitern (d.h. alle Riemenscheiben werden breiter gemacht). Viel mehr als 10 mm wird sowieso schwierig, weil die Kompressorkupplung dem Lüfter in die Quere kommt (ein anderer Lüfter könnte hier Abhilfe schaffen). Leider habe ich dann erfahren, daß einige der Serienriemenscheiben auf den Nebenaggregaten verpresst sind und nicht ohne Beschädigung des jeweiligen Aggregates ausgebaut oder getauscht werden können. Was auch immer, hier muß Carlsson unbedingt nachbessern! In der Zwischenzeit hat Carlsson zwei Wartungsanweisungen herausgegeben, die hier aufgerufen werden können. Im wesentlichen besagen diese, daß der Poly-V Riemen alle 5000 km nachgespannt werden muß und alle 15,000 km gewechselt. Nachtrag: Bei dem Kollegen, der einen Keilriemenriss nach 4000 km hatte, hatte scheinbar der Kompressor einen Fertigungsfehler (Lager). Der Kompressor wurde auf Garantie ausgetauscht. War das der Grund für den frühzeitigen Riß?

Letzter Stand (Dezember 2006). Carlsson arbeitet an einem verstärkten Riemenspanner als vielversprechendstem Ansatz zur Lösung des Keilriemen-Problemes. Momentan sei ein Testfahrzeug mit extra-starkem Gasdruckdämpfer im Test.

 

Serviceinfo Fixierstrebe (Update Version, für den manuellen Riemenspanner)

MA+Serviceinfo_Fixierstrebe (Update Version, mehr Details)

Vom ehemaligen Werkstattmeister von Carlsson hat ein Kollege gehört, daß der Riemen auch unter zu großer Hitze leiden kann. Besonders bei forciertem Einsatz, z.B. auf der Rennstrecke, kann er weich werden. Die vordere Motorabdeckung, die rein aus optischen Gründen vorhanden ist, trägt zu dem Problem noch bei, da es darunter zu einem Hitzestau kommt. Vielleicht hatte das ja etwas mit dem Reißen des Keilriemen bei dem anderen Carlsson Fahrer beigetragen. Bei genauem Hinsehen fällt es auch auf, daß die vordere Motorabdeckung auf der Oberseite ursprünglich für Luftauslaßkanäle vorgesehen war. Falls diese jemals offen waren, sind sie es jedenfalls jetzt nicht mehr. Am letzten Wochenende habe ich mich dessen angenommen und die Schlitze freigfräst. Auch falls es nichts oder nicht viel nützt, schaden tut es sicher nicht. Hier sind zwei Bilder zur Illustration (für eine große Version bitte auf die Bilder klicken):

                       

 

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AMG Schaltwippen

Serienmäßig hat der SLK 55AMG bis Mitte 2006 kleine Schalttaster auf der Rückseite des Lenkrades, um das 7-Gang Automatikgetriebe auch im manuellen Modus bequem schalten zu können. Diese Taster sind im Alltagsbetrieb zwar eher selten nötig - z.B. zum Zurückschalten vor dem Überholen im Automatikmodus oder eben wenn man im manuellen Modus unterwegs ist. Das ist beispielsweise interessant, wenn man den Motor immer bei einer gewissen Drehzahl halten will (etwa bei Hochgebirgsfahrten, wo man dann direkter Ladedruck vom Kompressor bekommt - das habe ich zum Beispiel beim Herausbeschleunigen aus Spitzkehren auf dem Timmelsjoch geschätzt), oder wenn man am Berg die Motorbremse nutzen will.  Gerade beim 5.5l Kompressormotor kann man aber auch im manuellen Modus sehr schaltfaul und spritsparend auf der Autobahn cruisen, indem man einfach manuell den 7. Gang einlegt und drin läßt - zum Mitschwimmen reicht der allemal und die Automatik schaltet nicht immer wieder 2-3 Gänge rauf und runter.

Na ja, die Serien-Taster sind allerdings bis 6/2006 eben nur kleine, nicht sehr praktische Knöpfe gewesen. Ich empfand sie gegenüber meinem Vorgängerfahrzeug (BMW M3) als echten Rückschritt. Ich war wohl nicht der einzige, denn ab Mitte 2006 wurden sie durch eine bessere Ausführung ersetzt. Ich habe mir jetzt die Serientaster durch sehr schöne und wesentlich größere Schaltwippen aus gebürstetem Aluminium ersetzen lassen. Diese gibt es bei AMG im Zubehör. Sie sind optisch super und schalten auch mit einem satten und solide wirkenden Knacken. Da bleibt das Schalten dem Beifahrer fortan nicht mehr verborgen.........

Ganz billig ist der Spaß nicht (ca 660 € inkl. Einbau), aber bei dem Carlsson gehört das einfach dazu um stimmig zu sein. Sieht super aus, und funktioniert einwandfrei. Jetzt bin ich neugierig, inwieweit sich mein Fahrstil dadurch verändern wird.............

Und so sieht es aus:

Ansicht der Schaltwippe von der Seite

Frontalansicht des Lenkrades

Detailansicht der rechten gebürsteten Alu-Schaltwippe

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Panne am 14. Dezember 2006; km Stand 19800

Als ich am 14.12. von der Arbeit auf eine Weihnachtsfeier fahren wollte, startete der Motor erst einmal nicht (beim Drehen des Schlüssels gingen alle Lichter an, aber der Starter drehte nicht). Nach mehrfachem Versuchen, sprang er dann doch an, fuhr aber nur im Schrittempo: Der Motor nahm keinerlei Gas an. Nach ein paar Metern kam dann die Warnanzeige 'ESP Defekt - Werkstatt Aufsuchen'. So war an kein Weiterfahren zu denken. Ich habe den Mercedes Notdienst angerufen, die dann einen noch offenen (Gott Sei Dank!) Mercedeshändler in der Nähe informiert haben und mein Wagen wurde dann dorthin geschleppt. Dumm war, daß das ca 180 km von zu Hause passiert ist.

Während ich auf den Abschleppdienst wartete, habe ich bei Carlsson angerufen, wo mir dann aufgrund der Symptome gleich gesagt wurde, daß vermutlich die Drosselklappe den Geist aufgegeben hätte. Die Originaldrosselklappe, dir bei mir verbaut war, ist den zusätzlichen Belastungen durch den Kompressor (zusätzliche Vibrationen und vor allem Druckschwingungen der Luftsäule wenn das Gas schlagartig herausgenommen wird, der Kompressor aber noch dreht) nicht auf Dauer gewachsen. Carlsson hat den Mercedes-Händler auch gleich darüber informiert, daß sie die Gewährleisting übernehmen, und daß als Ersatzteil eine verstärkte Drosselklappe für den 5.5l AMG Kompressormotor verbaut werden soll. Diese hat auch einen starken Schwingungsdämüfer, muß allerdings an 2 Stellen nachgearbeitet werden (Teile müssen weggeschnitten werden), damit sie in den SLK passt. Carlsson hat die entsprechende Teilenummer und Berabeitungs- & Einbauanleitung durchgeschickt.

Ich bin dann mit einem A-Klasse Diesel mit Verspätung auf die Weihnachtsfeier und dann nach Hause geschlichen. Die Reparatur war bereits am nächsten Tag erledigt und ich habe das Auto am Dienstag, als ich das nächste mal vor Ort war, abgeholt.

Im Nachinein verstehe ich jetzt manche Sachen, die ich vorher gesehen hatte, besser: Manchmal startete der Motor nicht auf Anhieb - der Anlasser drehte nicht. Bei mehreren Versuchen ging es dann irgendwann. Ich hatte den Schlüssel oder das Zündschloß im Verdacht (Wegfahrsperre), die Werkstatt hat aber nichts gefunden. Jetzt glaube ich, daß die Drosselklappe schon länger einen Knacks hatte und der Motor nicht zum Start freigegeben wurde, weil der Drosselklappentest, den der Wagen vor jedem Start macht,  nicht immer erfolgreich durchlief. Desweiteren war auch der Kaltstart in letzter Zeit immer etwas rauh und die Regelung des Standgases im kalten Zustand eher sprunghaft geschehen. Jetzt läuft das geschmeidiger als vorher.

Fazit: Die Originaldrosselklappe ist nicht für den Umbau geeignet. Carlsson hat auch den letzten Wagen bereits ab Werk mit der verstärkten Kompressorklappe ausgeliefert. Unten noch ein paar Bilder der defekten Originalklappe

Hier noch weitere Informationen über den Einbau der verstärkten Drosselklappe: Einbauanleitung verstärkte Drosselklappe

 

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